Geduld

Weiter Geduld gefordert

 

Den Medien konnten Sie entnehmen, dass die Projektgesellschaft VLP mbH Coburg das Planfeststellungsverfahren für den Flugplatzneubau bei Neida weiter fortführen wird. Die angedachen Ertüchtigungen für die Flugplätze Coburg - Brandenssteinsebene und Bamberg - Breitenau wertet die Projektgesellschaft als Übergangslösung. Man erwartet von der bayerischen Staatsregierung die Suche nach einem neuen Standort, damit langfristig die Ziele des Regionalplans Oberfranken West erreicht werden können.

 

Anmerkung: Die bayerische Staatsregierung ist für die Suche nach einem Flugplatzstandort für Coburg nicht zuständig. Der Regionalplan wünscht einen VLP Standort mit Instrumentenflugbetrieb für jede Region. Die Region Oberfranken West umfasst Stadt und Landkreis Coburg, Stadt- und Landkreis Bamberg, die Landkreise Kronach, Lichtenfels und Forchheim. Mit dem IFR Betrieb auf der Brandensteinsebene ist das erfüllt, bekommt noch der Flugplatz Bamberg-Breitenau IFR Betrieb, dann ist dem mehr als genüge getan.

 

Die Finanzierungszusagen der Gesellschafter der Projektgesellschaft galten für den Neubau des Flugplatzes bei Meeder- Neida. Da das Projekt "zurzeit aufgrund der oben genannten Sach-und Rechtslage nicht realisiert werden kann, ist die Finanzierungszusage der Gesellschafter nicht mehr notwendig und die zugesagte Förderung wird mittelfristig nicht benötigt. Die Projektgesellschaft fordert daher, das die bisherigen Planungskosten von der Staatsregierung aus den zugesagten Fördermitteln übernommen werden, ebenso wie alle Aufwendungen für Planung und Bau der als Ersatz für den Naubau vorgesehenen Ertüchtigungen der Flugplätze in Coburg und Bamberg."

(Beschlusstext Stadtrat Coburg 28.09.17)

 

Erst nach Erhalt der entsprechenden Finanzierungszusage durch den Freistaat Bayern wird die Projektgesellschaft das Planfeststellungsverfahren ruhend stellen und nach Genehmigung der vorgesehenen Ertüchtigungsmaßnahme für Coburg und Bamberg zurück nehmen.

 

Anmerkung: Die Rechtsgrundlage für die Übernahme dieser Kosten durch den Freistaat Bayern wäre sehr interessant.

Appell an Verantwortung

Sehr geehrte Frau Stadträtin,  sehr geehrter Herr Stadtrat der Stadt Coburg

 

wie ich der Berichterstattung in der Presse entnommen habe, wird im Rahmen der Stadtratssitzung vom 28. September 2017 über einen Antrag auf Einstellung des Planfeststellungsverfahrens für den Verkehrslandeplatz Meeder-Neida und Auflösung der Projektgesellschaft zum Bau des Flugplatzes beraten.

Den entsprechenden Berichten war zudem zu entnehmen, dass der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Herr Marcel Huber, erst kürzlich erklärt hat, dass die Brandensteinebene für eine unbefristete Instrumentenflugberechtigung ertüchtigt und somit ohne größeren Aufwand - und vor allem ohne neuerliches Planfeststellungsverfahren - umgebaut werden kann. Der finanzielle Vorteil der weiteren Nutzung der Brandensteinsebene liegt auf der Hand und muss meinerseits nicht weiter erläutert werden.

Dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen und darauf hinweisen, dass im Falle der Umsetzung des Verkehrslandeplatzes am Standort Meeder-Neida eine Existenzgefährdung für meinen landwirtschaftlichen Betrieb eintreten würde. Dies wurde bereits durch den im Planfeststellungsverfahren von der Regierung von Mittelfranken - Luftamt Nordbayern - beauftragten Sachverständigen bestätigt.

Ich betreibe zusammen mit meiner Familie einen diversifizierten landwirtschaftlichen Mischbetrieb im Vollerwerb mit angeschlossener Selbstvermarktung auf verschiedenen Grundstücken in Wiesenfeld.

Um meinen Betrieb für die Zukunft zu rüsten und meiner Familie die wirtschaftliche Existenz zu sichern, habe ich im Jahr 2007 in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg einen Entwicklungsplan für meinen Betrieb erstellt.

Aufgrund der beengten Innenortslage war im Jahr 2008 eine Teilaussiedlung auf das Grundstück mit der Fl.-Nr. 442 der Gemarkung Wiesenfeld notwendig. Im Jahr 2008 wurde auf diesem Grundstück ein Mastschweinestall als Außenklimastall errichtet, der eine Kapazität von 300 Mastplätzen hat. Es handelt sich hierbei um den ersten Bauabschnitt eines Gesamtkonzeptes. Der Standort soll im Rahmen eines landwirtschaftlichen Familienbetriebes weiter ausgebaut werden.

Mit Baugenehmigung des Landratsamtes Coburg vom 16.12.2014 wurde mir der Neubau von zwei Mastschweineställen als Erweiterung des Schweinemastbetriebes genehmigt. Zudem wurde für dieses Bauvorhaben bereits eine Bezuschussung in Höhe von 35 % der zu erwartenden Baukosten bewilligt.

Durch die infolge des Planfeststellungsverfahrens eingetretene Veränderungssperre ist es mir allerdings nicht möglich, von meiner bereits erteilten Baugenehmigung Gebrauch zu machen. Demzufolge kann meinerseits auch nicht die genannte Förderung in Anspruch genommen werden, wobei besonders darauf hinzuweisen ist, dass die Förderung nur bis zum 31. Dezember 2018 abgerufen werden kann, vorausgesetzt die entsprechenden Baumaßnahmen sind bis dahin abgeschlossen.

Durch den derzeitigen Baustopp und die damit verbundene Gefahr, dass meinerseits bereits bewilligte Fördermittel nicht in Anspruch genommen werden können, ist mein gesamtes Betriebskonzept und die Zukunft meines Betriebs gefährdet.

Ich bitte Sie daher im Rahmen der Beratung am 28. September 2017 zu berücksichtigen, dass neben öffentlichen Interessen (wie beispielsweise eine solide Haushaltsführung der Stadt Coburg und die offenkundigen Verstöße gegen den Naturschutz) auch private Belange gegen die Umsetzung des Verkehrslandeplatzes am Standort Meeder-Neida sprechen und appelliere daher an Ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber den landwirtschaftlichen Betrieben der Region.

 

Hochachtungsvoll

 

Thomas Schreiner

Direktvermarktung

Lindenstr. 20

96484 Wiesenfeld

Planfeststellung zurückziehen!

Von Seiten der Projektgesellschaft VLP Coburg mbH wird behauptet, das der Antrag auf Planfeststellung
nicht zurück gezogen werden könne, weil dann im Gegenzug der Flugplatz Brandensteinsebene
geschlossen würde.

Zitat aus einem Schreiben der Regierung von Mittelfranken, Regierungsvizepräsident, vom 28.12.2009:

"Der Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene ist
bestandskräftig und unbefristet für den Luftverkehr
nach Sichtflugregeln genehmigt".

Das heißt: Nur der Betreiber ( Aero-Club) kann den VLP Brandensteinsebene schließen.
Eigentümer des Flugplatzgeländes ist die Stadt Coburg. Damit kann der Stadtrat entscheiden,
ob der dem Aeroclub weiter das Gelände zur Verfügung stellen wird.

Gottesdienst

am Ulrichstock

zwischen Krumbach und Gossenberg

  1. Oktober 2017 um 10:00 Uhr

Gegen den Verkehrslandeplatz –

für die Bewahrung der Schöpfung


Initiative Gossenberg gegen einen neuen Verkahrslandeplatz

mit den Kirchengemeinden Schottenstein-Watzendorf

Pfarrer Eckhart Kollmer

 

Verhaltener Jubel

Unsere Argumente zur Ertüchtigung der Brandenssteinsebene, seit 2005 vorgetragen, haben nun doch zur Lösung/zum Ziel geführt. Ob der Not gehorchend oder aus Vernunft, das ist nicht wichtig. Es zählt dass unsere Naturlandschaft, der Lebensraum für Mensch und Tier, der Wirtschaftsraum der Landwirte erhalten bleibt.

Potts tausend ! Die Wunschplanung vom Traumneubau für gewerblichen Verkehr geht krachend baden und plötzlich funktioniert all das, was 12 Jahre als Lüge und Verdummung der Bevölkerung gescholten wurde. Ein "interner Erlass" des Bundesverkehrsministeriums (11.05.17) macht's plötzlich möglich. Welch glücklicher Zufall, dass er praktisch zeitgleich mit der (wiederholten) Ablehnung des Geländes durch die Deutsche Flugsicherung (12.04.17) und der vernichtenden Stellungnahme der Oberen Naturschutzbehörde (11.05.17) bei den Befürwortern ankommt.  Wie gelungen!

Die Eliten der örtlichen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik und der Medien werden sich, wie üblich, schnell an die Wendung anpassen. Die ersten Äußerungen in diese Richtung gibt es bereits. Gut, dass die Akteure durch ihre massiven, wissentlichen Fehlinformationen der Bevölkerung selber dafür gesorgt haben, dass ihre Meinungsäußerungen schriftlich festgehalten und ständig veröffentlicht wurden. In unserem umfassenden Archiv bleiben sie so für für die Nachwelt erhalten.

OB Tessmer hatte im März 2014, vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister, die Chance das Desaster zu verhindern. Wie legten ihm unsere Unterlagen vor und baten ihn um Überprüfung der Sachverhalte durch einen unabhängigen Fachmann. Nichts geschah.

Nun fordert er allen Ernstes die Ausgaben für die eigene Fehlplanung vom möglichen, zukünftigen Zuschussgeber Freistaat Bayern zurück. Auf welcher Rechtsgrundlage? Der Freistaat war nicht der Auftraggeber für Planung und Planfeststellungsverfahren. Was haben die Steuerzahler im restlichen Bayern mit dem Coburger Murcks zu tun?

Die in ihrer Existenz gefährdeten Landwirte, Bund Naturschutz und die Schutzgemeinschaft Weißer Berg Meeder haben zigtausende Euro für Anwaltskosten im Verfahren aufgebracht. Zudem konnten die ländlichen Wirtschaftsbetriebe wegen der Veränderungssperre seit Jahren nicht investieren. Mit Regressansprüchen darf gerechnet werden.

Die Zeit zum Jubeln kommt für uns erst dann, wenn das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen wurde. Entweder muss der Antrag auf Planfeststellung durch die Projektgesellschaft zurück gezogen werden oder das Luftamt Nordbayern muss entscheiden. Das Verfahren ist seit August 2015 entscheidungsreif. Ein ruhendes Verfahren ist nicht zu akzeptieren.

Dagmar Escher
Sprecherin "Bürger für ihre Region gegen den neuen Verkehrslandeplatz"

Und jetzt Gossenberg?

Das Coburger Tageblatt schreibt, dass immer wahrscheinlicher ist, dass ein neuer Verkehrslandeplatz
in Neida nicht durchzusetzen sein wird.

Auch die Alternative Gossenberg ist nicht hinnehmbar.

Dazu die Presseerklärung von Dagmar Escher:

Presseerklärung

Brandsteinsebene - super!

Im aktuellen IHK-Magazin wird über die Reichel Flugschule berichtet.
Dort heißt es beispielsweise auf S. 27:

"Vorteilhaft ist, dass sich Coburg wetter- und tagzeitunabhängig anfliegen lässt.
Um diese Freiheiten zu nutzen, brauchte es Berechtigungen, die nur wenige Flugschulen
anbieten, seit der Verwaltungsaufwand hierfür enorm angewachsen ist. So stellen die
eruopäischen Regelungen hohe Anforderungen an die Trainingseinrichtungen, von
Lehrern, Unterichtsmaterialien bis zu Flugzeugen und Räumlichkeiten."

Die Brandensteinsebene scheint ja hierfür bestens ausgestattet zu sein.
Wenn Sie der ganze Artikel im IHK-Magazin interesssiert:
https://www.coburg.ihk.de/files/uw_7-2017_internet.pdf